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         The Dodge Charger

                                                Muscle Car

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Juni 2007
 

Bekannt ist, dass sich ein US-Muscle Car praktisch nur mit 07'er Nummer oder einer gültigen Oldtimer Zulassung und H-Kennzeichen sinnvoll betreiben lässt. Vorraussetzung dafür ist allerdings der kulturhistorische Originalzustand. In diesem Zusammenhang wäre auch das Nachrüsten einer Gasanlage problematisch, da es solche Anlagen zur Zeit des Chargers schlichtweg noch nicht gab. Einzelfälle von zeitgenössischen LPG Gasanlagen sind zwar dokumentiert, jedoch lohnt der immense Regelungsaufwand scheinbar nur auf den ersten Blick.

 

                        Charger..  66er ? 68er? 69er ? 72er ? oder vielleicht doch einen Hemi ("RaceEngine") ? 

 

Charger ist nicht gleich Charger .. zumindest nicht wenn man sich durch den deutschen Paragraphendschungel kämpft.

Jedes Fahrzeug welches 30 Jahre als ist, kann derzeit in Deutschland als Oldtimer zugelassen werden, sofern es sich um historisches Kulturgut und kein Schrotthaufen handelt (siehe Gutachten & Einstufung).

Steuerlich gesehen ist es daher irrelevant, ob das Auto 30 oder 35 Jahre alt ist - dies ist dann nur noch für die AU entscheidend, denn bis Baujahr 06/1969 ist generell keine AU erforderlich.

Katalysatoren waren damals noch unüblich, bis Anfang der 70'er ein Ruck durch die gesamte Automobilbranche ging und u.a. auch Auswirkungen auf sämtliche Motorenpaletten hatte.

 

Auslöser des Umdenkens waren gestiegene Versicherungsquoten die nun nach Leistung eingestuft wurden, politischen Motiven und weitere Faktoren.

Bedingt durch die beginnende Ölkrise im Oktober 73' als die OPEC Ölexporte in die USA reduzierte und den daraus resultierenden politischen Reglementierungen gab es weitere Veränderungen -

insbesondere im Motorenbereich im Vergleich zu älteren Baujahren.
Die Energiekrise nahm ihren Lauf.

Leistungsmindernde Faktoren wie die Einführung von Katalysatoren oder Reglementierungen durch Abgasnormen waren von nun an neben dem Erscheinungsbild wichtigste Entscheidungskriterien beim Autokauf.

Als Konsequenz stieg die Opferzahl in den Modellpaletten der amerikanischen Automobilhersteller und bis 75' verschwanden selbst die "heavy-hitters" der letzten Dekade. Die Todesliste ist lang: Buick GS, Chevrolet Chevelle Super Sport, Dodge Charger R/T, Super Bee, Ford Torino Cobra, Mercury Cyclone Spoiler und Plymouth GTX.

 

Überlebende Modelle wie der Plymouth Road Runner mutierten nun aufgrund geringerer Kompressionsraten, Vergaserumstellungen und anderer Modifikationen langsam zu schwachen Schatten einstiger Vorfahren.

Doch all das hat auch Gutes und war längst notwendig um dem ungebremsten Ölkonsum Einhalt zu gebieten - oder wenigstens den ersten Schritt in diese Richtung zu tun. Manche behaupten heute die USA wären seit den 70er Jahren nicht viel weiter vorangeschritten..

V8 - SoundZu Recht ? Bis heute verbrauchen US-Modelle im Schnitt deutlich mehr Benzin als die Konkurrenz. Hinzu kommt, dass in den USA traditionell Dieselmotoren (und damit auch moderner schwefelarmer Dieselkraftstoff) unüblich sind und noch bis heute Motoren mit weniger als 8 Zylindern von vielen als "schwach" angesehen werden.

Aufgrund stetig steigender Benzinpreise (im 426 Hemi ist z.B. zwingend Super-Plus angesagt) und einem Verbrauch von mehr als 30l/100km beim R/T ist auch der Tank eines "Muscles" eher früher als später leer.                                                 So sehen Tankstellen schon lange nicht mehr aus..

 

Das Kürzel R/T stand übrigens für "Road and Track Edition" und bezeichnete bis in die 70'er das Top-Modell mit diesen beeindruckenden Daten:


 - 440 cui Magnum V8 - 7,2 Liter Hubraum

 - 280 kW / 375 PS

 - 660 NM / 4600 RPM
 - Fastback "Bottleneck", Coupe
 - Fahrleistungen: 0-60 mph in 5 sec

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Mai 2007
 
Um einen kleinen Überblick über die ständig wechselnde Modellpalette des Chargers zu bekommen sind hier die Baureihen von 1966 bis 1978 zusammengefasst.
Unterschiedliche Leistungsangaben (DIN-PS, SAE-PS, gross-net) resultieren je nach Einfluss der Aggregate aus verschiedenen Messmethoden.
Außerdem sei an dieser Stelle noch auf den "Vin-Decoder" (Decoder für Mopars der Jahre 1966-1974) [http://home.arcor.de/us-v8/decoder.exe] hingewiesen. Dieses praktische Tool zeigt zu jeder VIN die dazugehörigen technischen Daten.
 
                             

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April 2007
Bodenblech als Deckung in der Normandie
Seit Beginn der Suche waren auf den ersten Blick einige vielversprechende Muscle Cars dabei. Aber oft gibt es Haken: entweder war der Preis zu überzogen oder es befand sich ein einem derart hoffnungslosen Zustand, dass der Aufwand für einen Wiederaufbau nicht lohnte.
Da gewinnt der Begriff "Bastelobjekt" eine ganz neue Bedeutung und von kleineren Restarbeiten kann man nicht mehr sprechen.

 

Mittlerweile ist auch eine Garage für das Auto in Aussicht !

 

 

"Bodenblech als Deckung in der Normandie benutzt"    

  

Tanken in den 50'er Jahren

Recherchen zur Motorenpalette des Chargers in den Jahrgängen von 1968 und 1969 brachten noch ein anderes Problem ans Tageslicht: Den unglaublichen Durst eines 440cui.

Es gibt interessanter Weise keine gesicherten Angaben zum Verbrauch "verbraucht so viel wie ich will". Offensichtlich interessiert es keinen. Das versteht man erst, nachdem man so ein Auto selbst gefahren hat.

Die Aussagen liegen alle zwischen 11 bis 50 Liter auf 100km - je nach Ausstattung und Fahrweise. Die Wahrheit wird wohl irgendwo dazwischen liegen..  

Gesichert scheint hingegen die obere Grenze: bis zu 50l/100km laufen bei Vollgas durch die "Sixpack" 3x2bbl oder gar 2x4bbl Vergaser beim Hemi. Im Durchschnitt jedoch "nur" die Hälfte davon. Das entspräche etwa 1/4 Liter Benzin auf 1km.. (und ist damit wenigstens noch besser als bei aktuellen LKW).

Chrysler hat den Verbrauch für den 318 cui mit 14-17 miles per galon (mpg) und für den 400 cui mit 11-14 mpg für Stadt/Land kombiniert angeben. Dies entspricht 14-16 liter und 17-21 liter auf 100 km.

 

Dieser Zeitzeugenbericht zeigt die Problematik mit Benzinmangel sehr deutlich:

 

"What a difference 30+ years can make, these cars were definitely bodacious in their time and at the beginning of the 70’s muscle cars were at their peak and the birth of big-blocks and hood scoops were upon us and every American automaker had a muscle car in their lineup. Unfortunately, the oil crisis of 73 caused sales of muscles cars to dwindle and smaller, compact cars to increase in popularity. Still, the average cost of a new car was around $3500 and a gallon of gas went for 36¢. Many great cars came out of the 70’s, and are still sought after by many collectors. Too bad some of these are sitting here to rust away but they still remind us of the great times and memories of our youth, but as you can see by the looks of them now that it takes a little imagination to make it so."

 

 

Ein anderer wichtiger(er) Punkt wird die korrekte Zulassung in Deutschland sein. Mit einem deutschen Fahrzeugbrief und der Zertifizierung als Oldtimer ist dies [theoretisch] dank pauschalem Steuersatz und günstiger Oldtimerversicherung relativ unproblematisch - sofern alle Papiere wie Kfz-Brief, Kaufvertrag, Zollpapiere und Zollunbedenklichkeitsbescheinigung vorhanden sind. Theoretisch deswegen, weil Behördengänge nie kalkulierbar sind. Einfache Vorgänge wie das Prägen eines kleinen Nummernschildes kann zur Geduldsprobe werden.

 

Eine Zulassung als normales Kfz wäre dagegen ein finanzieller Ruin: die jährliche Kfz Steuer für 7,2l Hubraum ohne Kat möchte ich nicht ausrechnen.
Und zum Schutze der Umwelt (was ja an sich ein begrüßenswertes Ziel ist) wird der Kfz-Steuersatz auch zukünftig sicher noch erhöht werden..

 

Der nächste Besuch bei Hamburgs Autohändler steht kommendes Wochenende an und bringt hoffentlich weitere Erkenntnisse.

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Februar 2007

Auch in 2007 sind wir wieder auf der Suche nach einem geeigneten Charger.
Wir suchen in Zeitungen, im Internet und bei Autohändlern in Norddeutschland - von Hamburg bis Berlin, evtl. bald auch international.

Gesucht wird ein Charger Baujahr 1966 bis 1972. Wichtig ist der weitestgehende Originalzustand, mit anderen Worten der Charger darf nicht "verbastelt" sein.
In 30 Jahren nutzt sich natürlich viel ab und es sammelt sich einiges an Schmutz an - Ein Neuwagen darf man daher nicht

erwarten. Aber anfangen tut jeder mal ...

 

 

 

Ein original Service Manual ist letzte Woche aus den USA eingetroffen. Mit seinen knapp 1000 Seiten bringt es viel Klarheit über fast alle technischen Details zu Betrieb, Wartung und Reparatur der Plattformen Dodge Dart und Coronet - auf die ja auch jeder Charger basiert..
Im Buch werden Diagnoseverfahren, Einstellungen, Tests und Prozeduren beschrieben, wie sie schon vor über 40 Jahren in Werkstätten durchgeführt wurden.
Zahlreiche Explosionszeichnungen und Abbildungen helfen zusätzlich bei der Orientierung.
Ein Dankeschön an Daimler-Chrysler für diesen tollen Service !

 

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Vorgeschichte 2006
 
Ein Muscle Car - ein US Muscle Car soll es werden...
Mit diesem Gedanken und einem Carlsberg in einer Cocktailbar in Parchim anno 2006 fing alles an. Überall hört man in Autoshows von Restaurieren, von Schrauben und Schweißen. So dachten wir uns, das wär doch was. Wenn andere das können, dann können wir das auch !

Die Faszination und Begeisterung für schnelle Autos und natürlich dem Fahren dieser war bei uns naturgemäß schon immer vorhanden. Damit aus dieser anfänglichen Schnapsidee schon bald Realität wird, soll der nächste Schritt folgen: eine Unterkunft muss gefunden werden bevor ein Auto gefunden werden kann ! 
In diesem Moment war die Idee für unser Gemeinschaftsprojekt geboren.
Damit auch andere von unseren Erfahrungen profitieren können oder Ihr Euch auch einfach nur die Infos und  Fotos anschauen könnt, wurde zunächst einmal diese Webseite ins Leben gerufen.

 

 

Wirklich einig waren wir uns anfangs nur über eines: Das Auto soll etwas besonderes sein und mit einem typisch blubbernden kernigen V8 - Motorsound überall auffallen.

Mit hohen Ansprüchen aber knappen Budget kommen die meisten europäischen Modelle von vornherein nicht in Frage. Ein 8'er BMW von 1991 wäre zwar etwas seltenes, ist allerdings noch nicht alt genug für eine H-Zulassung und auch kein V8 Ami..
Oldtimer sind hierzulande kostspielige Angelegenheiten. Vom Kauf bis zur Beschaffung der Ersatzteile hat ein solches Vorhaben selbst mit Sponsoren einen hohen Anspruch - doch das wussten wir zu diesem Zeitpunkt noch nicht.



Die erleuchtende Idee war einfach und genial: statt eines alten Europäers sollte  ein riesiger Ami-Schlitten her.
Für eine Zulassung als Oldtimer muss er mindestens 30 Jahre alt sein - kein Problem, denn die schönsten, spektakulärsten und leistungsstärksten US-Cars  kommen sowieso aus den 50er, 60er und 70er Jahren. 
Neben Rost und damit verbundener stundenlanger Arbeit bereitet aber auch die Ersatzteilversorgung Kopfzerbrechen. Welche Teile gibt es wo ? Sollte man Neuteile anbauen oder besser die alten originalen aufarbeiten ?

Das kann schon mal Löcher in der Portokasse verursachen... 

 

Hingegen die Einzigartigkeit eines solchen Wagens liegt auf der Hand: selbst in den vereinigten Staaten sieht man diese Autos nur noch selten auf den Straßen. Der Anblick solcher Oldtimer auf deutschen Straßen ist naturgemäß noch seltener.

Über genügend Power muss man sich bei den Muscle-Cars aus der 60er auf keinen Fall Sorgen machen. Selbst die standardmäßige Motorisierungen jener Zeit hatten verhältnismäßig viel Leistung und Drehmoment und reicht locker zum mitschwimmen im Verkehr. So entfällt die freimütigen Entschuldigungen wegen Schleichens auf der Straße "Sorry its an Oldtimer" (Jay Leno).

 

Von den "big three" Chrysler, Ford und General Motors wurden in Amerika fast ausschließlich großvolumige V8 Bigblock Motoren mit bis zu 8 Liter Hubraum verbaut. Mit 200kW und Drehmomenten von 600 nm (und mehr) waren sie hoch performant - und sind es auch noch im Vergleich mit heutigen aufgeblasenen Hubraumzwergen.

Man darf nicht vergessen, dass damals nicht jeder ein Auto besaß: es war noch Luxus...

Das war die große Zeit der Muscle Cars !

 

In den USA rangen neben dem Doge Charger noch andere Big Hitters wie der berühmtere, weil millionenfach gebaute Ford Mustang, Chevrolet Camaro und andere wie der Pontiac Firebird, Pontiac GTO, Buick Gran Sport oder der seltenere Plymouth Hemi Cuda in Drag-Races (sog. Beschleunigungsrennen) auf langen geraden Straßen. Diese Ampelrennen wurde auf einer viertel Meile ausgetragen und sind den meisten heute nur noch aus Geschichtsbüchern bekannt. Verboten waren die durch zurückgekehrte gelangweilte US-Soldaten eingeführte Dragraces übrigens damals wie heute.

 

 

Eines haben diese Fahrzeuge alle gemeinsam - wegen Ihres hohen Alters, geringer Stückzahlen und hoher Nachfrage sind sie seit je her beliebt und "Wertverlust" ist ein Fremdwort.
Sie im Rennen zu besiegen oder auf gerader Strecke zu überholen kann man vergessen - nur an Tankstellen oder engen Serpentinen ist das möglich..

Doch davor schrecken wir nicht zurück. Nach einigem Zögern und Recherchen

sind nun die nächsten Schritte klar:

Nach Fertigstellung dieser Website, der Anmietung einer Halle machen wir uns auf die Suche nach einem dieser legendären Wagen !

 

 
 
In der Fotogalerie gibts weitere Bilder und Impressionen rund um das Thema US Cars !

 

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