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The Dodge Cars

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September 2011

 


Es geht weiter mit dem neuen Projekt !


Dabei handelt es sich um einen 1967er Dodge Coronet Hardtop Coupe aus der Modellreihe Coronet 440, WH23 Preisklasse "high" was soviel bedeutete wie gehobene mittlere Austattung.

Er ist als Nr 8249 von nur 54608 produzierten in der Los Angeles Manufacturing Plant vom Band gerollt. Diese Chrysler Produktionsstätte lief von 1931 und wurde 1971 geschlossen. Sie befand sich an der 5800 Eastern @ Slauson , south-east corner , Los Angeles, California.


Der Coronet ist aus der Modellreihe Coronet 440 wobei sich die "440" aber nur auf das Modell nicht die Motorisierung bezieht. Er hat ab Werk einen Smallblock V8 Motor mit 318 cubic inch und ein 3 Gang Torqueflite 727 Automatikgetriebe. Die Motorleistung war im Vergleich mit späteren Baujahren recht ordentlich. Abgasrückführungssysteme oder Katalysatoren gab es damals nicht - Öl war reichlich vorhanden und die Welt in Ordnung. 

Die originale Farbe war RR1 - Daffodil Yellow mit schwarzer Vinyl- und Lederinnenausstattung. Es gab viel Chrom und Zierrat fürs Auge.


 der 67er Dodge Coronet in der Sonne von Nevada bei der Besichtigung




Die Vorgeschichte zum Coronet ist schnell erzählt.

Der Dodge wurde vom ersten Vorbesitzer in dieser Austattung bis in die 80er Jahre am Fuße der Rocky Mountains in der Nähe von Sacramento gefahren und dann in einer Garage abgestellt. In direkter Nachbarschaft befinden sich der Yosemite Nationalpark und der Mono Lake.



Vor kurzem erst haben dann der 2. und 3. Vorbesitzer den Coronet wiederentdeckt und mit dem Wiederaufbau begonnen.
Er sollte sich in einen RatRod verwandeln, da eine Numbers Matchin Restauration nicht lohnte bei diesem 440 Modell mit 318 LA Motor.  Beim Coronet 500  wäre dies mit originalem  440 Motor sicher anders gewesen.
Kurz vor der endgültigen matt-grauen Lackierung hatte ich im Urlaub über craigslist von dem Wagen erfahren und konnteden Kontakt zum Verkäufer herstellen und nach einer Begutachtung diesen Oldie erwerben.
Der Motor war zwischenzeitlich durch einen neuen aus Motor von 1984 mit Rollernockenwelle und passendem 3 Gang Automatikgetriebe getauscht worden und lief ordentlich. Das Auto war recht vollständig, noch in Kalifornien angemeldet und lief dank vieler Neuteile hervorragend. Einziges technisches Manko war der verstellte Sturz was sich bereits durch die einseitig abgefahrenen Reifen gezeigt hat. Außerdem fehlten die Sitzbezüge und ein Headliner (Dachhimmel).
Eine Grundierung war bereits aufgetragen und es fehlte nur noch die letzte Deckschicht in matt grau.. so ging der Coronet zusammen mit ein paar Ersatzteilen fest verzurrt im Container auf die schnell gebuchte Reise von Los Angeles Harbour nach good old Germany.


Juli 2011

 

 

Der Charger bekommt Gesellschaft !

Im letzten USA Urlaub hat es tatsächlig geklappt - am Straßenrand hat sich eine "opportunity" (Gelegenheit) in Form eines 1967 Dodge Coronet aufgetan.

Es handelt sich dabei ebenfalls um ein Mopar B-Body, diesmal ein early B-Body von vor 1968. Die Coronet's wurden nicht selten als Taxi oder neben dem Dodge Polara sogar als "Pursuit Police Car" zum Jagen von Bösen Buben eingesetzt.


 

2 Jahre vor der amerikanischen Mondlandung: Dodge Coronet und Dodge Polara als Taxi vor einem spacigem Flughafen 



Dieser Coronet stammt nicht vom Mond, sondern - natürlich wer hätte es anders erwartet - aus dem sonnigen  trockenen Kalifornien, direkt aus der idyllischen Kleinstadt "Weimar" nahe am Bundesstadt Nevada.

Bei strahlendem Sonnenschein hatten wir den Dodge entdeckt...



Nur ein bisschen putzen, etwas Spachtel und Farbe ..


Auf dem ersten Blick sieht dieser 67er Coronet aus wie ein Wrack, doch mit etwas Arbeit könnte er schon bald einmal so aussehen. Diese Aufnahme entstand 2010 in Finowfurt auf dem Race 61.

Hier ein 67er Dodge Coronet 440 in Kriegsbemalung mit Bumble Bee Stripes und Chromfelgen



Februar 2011

 

 

Zur Abwechslung für die kalten ereignislosen Monate ein paar aufklärende Worte zum bewegenden Thema Öl und E-10 sogenannten "Agrartreibstoffen".

 

Die Entdeckung des Erdöls reicht etliche tausend Jahre zurück und um 1855 wurde dann schließlich aus dem Rohöl erstmals der Brennstoff Kerosin gewonnen.

 

Dazu ein Foto von vor fast genau 150 Jahren aus den ersten Tagen der Ölförderung in Pennsylvania, USA.

Auf dem Bild von 1862 sind neben den beiden ergiebigsten Ölbohrtürmen der Zeit und ÖlProspektoren auch die ersten unterschiedlich großen Öl Fässer zu erkennen:

 

This image depicts an early oil field

exploitation in Pennsylvania, around

1862. The two wells shown are the

Phillips well and the Woodford well,

both among the most productive of

the time. Note the small distance

between them.

At the foreground appear wooden

barrels in which the crude was

stored, explaining why oil is still

measured in "barrels".

Note the barrel size was not

standardized yet :

various size of barrels can be noticed.

 

                                                          Quelle: wikimedia.org

 

 

In der folgenden Pionierzeit des Automobils, etwa von 1888 mit dem Beginn durch Karl und Berta Benz bis in die 1920‘er Jahre, war das begehrte Benzin noch ausschließlich in Drogerien, Hotels oder bei Kolonialwarenhändlern erhältlich. Erst der Boom der Automobilindustrie brachte den großen Aufschwung und die massive industrielle Nutzung des Erdöls.

Neue Verfahren zur Gewinnung folgten rasch und im Zeitraum von 1912-45 gab es allein in Deutschland bis Anfang der 30'er Jahre schon über 200 Patente zur Benzingewinnung u.a. auch aus fossilen Ressourcen.

 

Damit fest verbunden ist der Rohölpreis. Er bliebt in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts trotz steigender Nachfrage bis in die 1960’er Jahre stabil. 

 

Quelle: wikimedia.org

 

Das lag vor allem an der Kooperation der USA mit Saudi-Arabien. Bis in die 1970’er Jahre wurden im Nahen Osten die Fördermengen reguliert um den Preis pro Barrel konstant auf 1 US $ zu halten. Das garantierte das wirtschaftliche Wachstum der westeuropäischen Länder.

Die Anfang der 1960’er gegründete OPEC Vereinigung der erdölfördernden Länder hatte zwar anfangs keine politische Macht, sollte diese geheimen Quotenregelungen aber bald vereiteln.

 

 

Im Jahr 1964 trat ein  historischer Wendepunkt

ein: seit diesem Jahr ist

immer weniger Öl vorhanden. Es wird mehr Öl abgebaut als neu entdeckt wird.

Im Oktober 1971 schließlich steigt auf dem Weltmarkt der Ölpreis aufgrund von Einschränkungen der Fördermengen durch die OPEC drastisch an.

Die erste Ölkrise in den USA nimmt ihren Lauf. Aufgrund dieser Ölverknappungen gab es ab 1970 lange Schlangen an den Tankstellen und sogar Schulausfälle aufgrund des fehlenden Heizöls. Die

Ursachen 1970 waren noch

hausgemacht: schlichtweg

fehlende strategische

Reserven in den USA selbst.    

Quelle: wikimedia.org

 

Heute hingegen verfügt die USA über ca. 100 Mio Tonnen des Rohstoffs was für etwa 35 Tage ausreichen dürfte. Die 40 Mio Tonnen in Deutschland reichen für etwa 90 Tage.

Die erste echte Ölkrise folgte schlussendlich im Oktober 1973 mit einem Schock: das Ölembargo der OPEC Länder besiegelte die Abkehr vom verschwenderischen Umgang mit der Ressource Öl. Die letzten Tage der amerikanischen Hubraumriesen mit bis zu 8 Litern waren gezählt und die Ära der “Big Three“ - der drei großen Hersteller Ford Chrysler und Genral Motors mit ihren "Heavy Hitters" - den Muscle Cars wie Pontiac GTO, Buick GSX, Chevrolet Chevelle Super Sport, Yenko Chevelle ,Chevrolet Camaro Z/28, Chevrolet Camaro RS ZL-1, Dodge Charger R/T, Dodge Coronet R/T, Dodge Challenger R/T, Dodge Super Bee, Plymouth Barracuda, Plymouth Roadrunner, Plymouth Sport Sattelite, Chrysler Hemi Modellen, Ford Mustang, Ford Gran Torino, Mercury Cyclone Spoiler und Plymouth GTX ging zu Ende. Nach und nach wurden die einstigen Muscle Car Ikonen von spritsparenden kleineren Importfahrzeugen verdrängt.

 

Der Schock und die guten Vorsätze hielten aber nur bis Anfang der 1980er Jahre. Denn nun war der erste Golf Krieg um das Erdöl im Nahen Osten in vollem Gange. Auch im Verlauf des kalten Krieges spielte die Ressource Öl weiterhin eine wichtige Rolle denn den USA war klar, dass die UdSSR selbst massiv Öl förderte und in dieser Disziplin nicht zu übertrumpfen sei.

Aus diesem Grunde verfolgten die Amerikaner eine andere Strategie: um die UdSSR wirtschaftlich in die Knie zu zwingen, übten sie massiv politischen Druck auf Saudi Arabien aus um den Weltmarktpreis des Öls zu drücken. Dank dieser geheimen Intervention sank der Ölpreis pro Barrel um 6$ im Jahre 1986. Die UdSSR erlitt ein wirtschaftliches Desaster und blieb auf ihrem teureren Öl sitzen.

 

Die Überproduktion der ölfördernden Länder hielt jedoch nicht lange an. Zusätzlich fälschten diese Länder ihre Bilanzen der Ölreserven und verdoppelten so z.T. ihre Reserven innerhalb weniger Jahre. Über die prinzipielle Knappheit konnte dies aber nicht lange hinwegtäuschen und bis zum Beginn der 1990'er Jahre gingen Preis pro Barrel dank Mineralölsteuer aber auch weiterhin die Fördermenge aufwärts.

Auf der anderen Seite verschoben in jüngster Zeit Staaten wie Venezuela, Brasilien oder das afrikanische Niger dank offiziell bestätigter Funde die Bilanz wieder. Es ist scheinbar noch viel Öl vorhanden, nur erhöht sich der Aufwand es zu fördern.

Bis heute gibt es keine verlässlichen und vor allem flächendeckenden Angaben seismischer Messungen oder 3d Scans.

Die Summe aller weltweiten Ölreserven ist unbekannt und basiert im Wesentlichen auf den letzten bekannten realistischen Angaben der 1970’er Jahre auf der einen Seite und auf neu bestätigten Funden der Restvorkommen an Land sowie auf Schätzungen neuer Offshore Ölfelder in den Ozeanen auf der anderen Seite. Diese Variabilität spiegelt sich in den Zahlen wieder und Experten kommen mit ihren Schätzungen zu anderen Ergebnissen.

 

                                                

 

 

Alle Weltmächte und Industrienationen sind süchtig und zugleich abhängig vom schwarzen Gold.

Von Umweltproblemen aus dem Ölgeschäft, sozialen und politischen Problemen hingegen möchte niemand etwas hören. Die Kehrseite zeigt sich noch heute in den Urwald- und Wüstenregionen wo vor langer Zeit Öl gefördert wurde. Diese Gebiete sind stark mit Ölresten verschmutzt, das Trinkwasser und die Fische in vielen Flüssen sind mit giftigen Rückständen belastet.

 

Moderne Agrarkraftstoffe mit umweltfreundlichen Ethanol Anteilen sollen eine Zwischenlösung darstellen.

Sind sie jedoch keine Lösung, denn sie bringen betroffenen Bevölkerungsschichten indirekt Armut aber den Konzernen, Milliarden schweren Investoren und Großgrundbesitzern Reichtum aus öffentlichen Geldern.

Alten Motoren hingegen bringt es aufgrund des geringeren Energiegehalts Leistungseinbußen.

Schlimmer für alte Maschinenteile wiegt die aggressive Eigenschaft des Ethanols unedle Metalle anzugreifen und fördert somit Korrosion an Teilen aus Kupfer und  Aluminiumlegierungen.

 

Da in modernden Kraftstoffsystemen viel Kunststoff verbaut ist gilt: Je älter ein Auto, desto mehr Komplikationen sind zu erwarten im Zusammenhang mit dem ab Anfang 2011 vorgeschrieben E10 BioEthanol Kraftstoff. Laut Untersuchungen werden alle Bauteile aus Zink-, Kupfer-, Stahl- und Aluminiumlegierungen angegriffen. Gummidichtungen und Schläuche können schneller porös werden und brechen.

Eine Vergleichstabelle aller freigegebenen Motoren ist hier zu finden.

Aber nicht alles am E10 ist aus technischer Sicht schlecht: dank der Hygroskopischen Eigenschaften des Ethanols wird Wasser im Benzinkreislauf besser gebunden und durch den Auspuff entfernt. Andere wiederum kehren das Argument um und sagen das Wasser bindet sich verstärkt im Öl und verursacht dort Ärger.

 

Fakt ist (bis jetzt) nur: Super wird in Deutschland zukünftig nur noch als E10 mit 10% Ethanolanteil verkauft werden, während das "alte" SuperPlus mit 5 % Ethanolanteil gesetzlich zugesichert weiterhin - jedoch nur noch bis 2018 erhältlich ist.

Während also in anderen Ländern E5 und E10 parallel verkauft wird, ist dank Politik und Mineralölgesellschaften in Deutschland alles anders: hierzulande ist mit dem E5 bald endgültig Schluß. Wie zahlreiche Medien das deuten bedeutet das im Umkehrschluß, dass die Autofahrer der Politik und den Mineralölgesellschaften nur durch den massiven Kauf von SuperPlus einen empfindlichen Denkzettel verpassen können. Die Erfolgsaussicht bleibt offen.

 

 

Wie lange das schwarze Gold als Energieträger tatsächlich noch eine Fahrt in blubbernden V8 Oldtimern ermöglicht werden wir spätestens 2018 sehen..

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